
Blinder Alarm! Wer schleicht denn da?
Kennt ihr die? Die ist gut einen halben Meter lang, kringelt sich durchs hohe Gras und wird sie dabei ertappt, dann schreien die meisten Menschen: „Iiihhh! – eine Schlange!“ Dabei stimmt das gar nicht. Weder das „Iiihhh!“ noch die Schlange! Denn dieses Geschöpf ist eine Blindschleiche. Und Schleichen gehören zu den Echsen – so wie Eidechsen.
„Blindschleichen sind total harmlos und wohnen gerne am Waldrand oder in Gärten, die nicht so oft gemäht werden. Da suchen sie sich im Sommer gerne ein sonniges Plätzchen und wärmen sich auf. Wenn sie dabei von einem Feind – einem Igel etwa, einem Marder oder gar einem Raubvogel – aufgestöbert und am Schwanz ergriffen werden, können sie, in höchster Not, ihren Schwanz abwerfen“, erzählt Martin Maschka von den Naturführern.
Ob das nicht wehtue, wird er dann oft gefragt. Aber so ganz genau weiß er das auch nicht, da rätseln selbst die Wissenschaftler noch. Sicher ist: Eine Blindschleiche kann ihren Schwanz nur zwei- bis dreimal im Leben abwerfen. Der Schwanz zappelt dann noch ein wenig, sodass die Feinde gut beschäftigt sind und die Blindschleiche schnell verschwinden kann. Wobei sie übrigens durchaus sieht, wo sie hinschleicht, denn blind ist die Blindschleiche keineswegs! Aber weil man früher dachte sie wäre blind, heißt sie heute immer noch Blindschleiche..! Am liebsten isst sie übrigens Schnecken und Regenwürmer.
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